Was in der Rate nicht drin ist
Die Monatsrate deckt Zins und Tilgung, sonst nichts. Wer nur sie rechnet, rechnet zu knapp. Vier Posten kommen dazu, und sie laufen weiter, auch wenn das Darlehen abbezahlt ist.
- Instandhaltung. Dach, Heizung, Fenster, Fassade. Üblich ist ein Ansatz von ein bis zwei Prozent des Gebäudewerts im Jahr, und zwar wirklich zurückgelegt und nicht nur gedacht.
- Grundsteuer. Der Hebesatz der Grundsteuer B liegt in Bietigheim-Bissingen bei 215 Prozent. Was daraus wird, hängt an Grundstücksfläche und Bodenrichtwert; der Grundsteuer-Rechner auf dieser Seite rechnet es durch.
- Bei einer Eigentumswohnung das Hausgeld. Darin stecken Verwaltung, gemeinschaftliche Kosten und die Zuführung zur Instandhaltungsrücklage. Die tatsächliche Höhe steht im Wirtschaftsplan, nicht in der Anzeige.
- Die Kaufnebenkosten. Sie fallen einmalig an, bevor Sie einziehen, und sie finanzieren Banken in aller Regel nicht mit. Sie müssen also aus dem Eigenkapital kommen.
Warum die Laufzeit mehr verrät als die Rate
Eine niedrige Rate fühlt sich bequem an und verlängert die Laufzeit erheblich. Umgekehrt verkürzt jeder zusätzliche Euro Tilgung die Zeit bis zur Schuldenfreiheit überproportional, weil er für den Rest der Laufzeit keine Zinsen mehr kostet. Der Rechner zeigt deshalb beides: die Rate und das Jahr, in dem Sie fertig wären.
Das Jahr ist die Zahl, die im Zusammenhang mit der Altersvorsorge zählt. Wer mit vierzig kauft und über dreißig Jahre zurückzahlt, ist mit siebzig schuldenfrei, also ungefähr dann, wenn das Einkommen sinkt. Wer mit fünfzig kauft, sollte die Laufzeit im Rechner einmal auf zwanzig Jahre stellen und sehen, was das mit der Rate macht.
Ein Hinweis, der oft untergeht: Die Zinsbindung ist nicht die Laufzeit. Nach Ablauf der Zinsbindung bleibt eine Restschuld, die zu den dann geltenden Konditionen neu finanziert wird. Was das ausmacht, rechnet die Seite zur Baufinanzierung durch.
Mieten oder kaufen: was der Vergleich zeigt und was nicht
Der Vergleich oben stellt zwei Summen nebeneinander: was Sie über die eingestellte Laufzeit an Miete zahlen, mit der angenommenen jährlichen Steigerung, und was Sie im selben Zeitraum an Rate zahlen, zuzüglich der Kaufnebenkosten und eines Ansatzes für Instandhaltung und Grundsteuer.
Was dabei für das Eigenheim spricht: Die Rate ist über die Zinsbindung fest, die Miete steigt. Und am Ende der Laufzeit hört die Rate auf, die Miete nicht. Genau das ist der Kern des Arguments, ein Eigenheim sei eine Altersvorsorge: Wer mietfrei wohnt, braucht im Alter so viel weniger Einkommen, wie eine vergleichbare Miete kosten würde.
Was dagegen spricht und ehrlich dazugehört: Die Kaufnebenkosten sind weg, sobald sie gezahlt sind. Instandhaltung hört nie auf. Eine Immobilie ist nicht teilbar, wer im Alter Geld braucht, kann kein Zimmer verkaufen. Und der Vergleich sagt nichts über die Wertentwicklung, weder nach oben noch nach unten, weil die niemand im Voraus kennt. Wir rechnen sie deshalb bewusst nicht ein.
Mehr dazu, auch zu den Wegen, wenn das Haus später zu groß wird, steht auf der Seite Eigenheim als Altersvorsorge.
Wie Sie von hier aus weitermachen
Wenn Sie den Rahmen kennen, wird die Suche einfacher und schneller. Drei Dinge helfen danach.
- Suchauftrag hinterlegen. Ein Teil unserer Objekte wird vermittelt, bevor er in einem Portal steht. Neue Angebote gehen zuerst an unser Rundschreiben mit 25.000 Adressen und an vorgemerkte Interessenten.
- Ein konkretes Objekt prüfen lassen. Bevor Sie bieten, lohnt der Blick auf Substanz, Energieausweis, Unterlagen und den geforderten Preis. Dafür sind wir da, und das ist der Teil, bei dem wir beraten dürfen.
- Die Finanzierung klären. Dafür brauchen Sie eine Bank oder einen Vermittler mit Erlaubnis nach § 34i Gewerbeordnung. Auf Wunsch stellen wir den Kontakt her.
